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Die Architektur der Musik    

Das Projekt “Die Architektur der Musik”  ist eines unserer Forschungsprojekte und befasst sich mit der Beziehung der Disziplinen Architektur und Musik.

Die Faszination für beide Disziplinen, wie auch die Ausbildung als Musiker und Architekt führten 1998 im Rahmen eines Praktikums bei Peter Eisenman in New York dazu, umfassende Gedanken zu diesem Thema anzustellen. Bereits die alten Griechen hatten über Analogien der beiden Disziplinen philosophiert, aber auch Goethe, Le Corbusier und viele andere interessante Persönlichkeiten haben sich mit dem Thema beschäftigt und dazu geäussert. So sagte Schopenhauer  “Architektur ist gefrorene Musik”,  Siegried Gidieon schrieb : “You can read every facade as a musical score”. Ein Buch namens “Digital Mantras” brachte uns dazu, neben den konzeptionellen Gedanken eine denkbare, konkrete Verbindung der Disziplinen mit Hilfe von Computern und Software zu entwickeln.

Durch eine Kollaboration mit Dr. Christian Patron, der damals im Themenbereich Augmented Reality promovierte, war es möglich, eine präzise Kommunikation zwischen den Software-Welten der beiden Disziplinen herzustellen. Dies gelang mithilfe eines dritten von uns entwickelten Programms, welches eine Übersetzung der jeweiligen Daten von einer in die andere Welt gestattet. So können musikalische Noten in räumliche Objekte überführt werden, aber auch ganz andere Ansätze einer Übersetzung definiert werden.

Diese Werkzeuge haben wir patentiert und bereits für eine Reihe von Projekten eingesetzt. Zum einen arbeiten wir an freien, skulpturalen Arbeiten, die beispielsweise im Schweizer Architekturmuseum in Basel zum Thema Architektur und Musik gezeigt wurden. Zum anderen inspiriert dieses Gedankengut auch unsere architektonischen und interdisziplinären Projekte, wie etwa die Fassade des UNESCO Gebäudes in Bahrain, die USA National Anthem, dem Projekt für das Bad Mythenquai, die FORUM Nussbaumwand etc. Wir berichten im Rahmen von Vorträgen und Vorlesungen an Hochschulen zu dem Thema, wie auch einem TED Talk im Jahr 2012.

Mehr Informationen auf : www.jhh.ch